Ein Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt

Die Arbeitsgruppe „ Schlingnatterschutz unter Leitungstrassen im Marscheider Wald“ hat sich 1995 konstituiert, um Nutzungsansprüche des Flächeneigentümers – Landesbetrieb Wald und Holz – , Habitatschutz und Biotoppflege für die Schlingnatter (FFH-Anhang IV Art) sowie Unterhaltung und Sicherheit einer Hochspannungsleitungstrasse von Amprion (ehemals RWE/ VEW) auf einer ca. 16 ha großen Fläche im Staatsforst zu koordinieren.

Daraus ist ein Kooperationsprojekt gewachsen, das seit 20 Jahren vom Landesbetrieb Wald und Holz, der Stadt Wuppertal, dem LANUV, dem ehrenamtlichem Naturschutz (BUND/FAUFLO) und der Firma Amprion getragen wird. Seit kurzem ist auch die biologische Station mittlere Wupper an dem Projekt beteiligt.

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Projektbeschreibung

Der Marscheider Wald wird von einer 220 kV Stromtrasse durchzogen. Betreiber ist seit 2015 die Fa. Westnetz. Von 2004 bis 2014 war es die Fa. Amprion, davor die Firmen VEW und RWE.
Die Trassen müssen für einen sicheren Stromtransport von allen Betreibern regelmäßig von hohen Bäumen und Sträuchern freigehalten werden.
Bei ökologischem Trassenmanagement wird die Pflege der Flächen darüber hinaus so gestaltet, dass (neue) Lebensräume für Pflanzen und Tiere geschaffen und langfristig erhalten werden.
In geschlossenen Waldbeständen bilden offene und halboffene Bereiche Refugien für wärmeliebende Arten, seien es Pflanzen der Heide, Reptilien, Insekten oder Vogelarten.
Leitart für diesen Lebensraumtyp ist im Marscheider Wald die Schlingnatter, die auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten steht und im bergischen Städtedreieck nur noch hier vorkommt.
Die Pflegmaßnahmen werden deshalb vorrangig auf die Verbesserung ihres Lebensraums und die Ausbreitung der lokalen Population zugeschnitten.
Als Flächeneigentümer unterstützt der Landesbetrieb Wald und Holz das Projekt indem er auf eine betriebswirtschaftliche Nutzung der Fläche verzichtet und die Pflegemaßnahmen unterstützt.
Die Arbeitsgruppe Schlingatterschutz koordiniert und organisiert seit 20 Jahren gemeinsam Pflege, Effizienskontrolle und Öffentlichkeitsarbeit im Gebiet.
Da die Fläche über 16 ha groß ist, können im Rahmen der Standardpflege nur Teilflächen bearbeitet werden. Für weitergehende Aktionen, eine wissenschaftliche Begleitung oder Öffentlichkeitsarbeit werden Fördermittel und Spendengelder eingeworben.

Aktuelles

Englischer Ginster (Genista anglica)

Wertvoller Lebensraum

Aktuelle Untersuchungen belegen, dass die Marscheider Leitungstrasse für viele weitere gefährdete Tier- und Pflanzenarten eine herausragende Bedeutung besitzt.

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Naturschutzprojekt Schlingnatterschutz mit internationalem Jugendworkcamp

Naturschutzprojekt Schlingnatterschutz

Naturschutzprojekt Schlingnatterschutz mit internationalem Jugendworkcamp im Marscheider Wald

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